Selbstoffenbarung (tajallī)
Tajallī verknüpft Offenbarung und veränderte Wahrnehmung; kosmische Hervorbringung und Erkenntnis sind zu unterscheiden.
✦ Ibn al-Arabi · Concepts / Research
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Tajallī verknüpft Offenbarung und veränderte Wahrnehmung; kosmische Hervorbringung und Erkenntnis sind zu unterscheiden.
Sein des Wirklichen und Existenz möglicher Dinge haben unterschiedliche Bezüge; spätere Einheitsformeln bedürfen eigener Prüfung.
Feststehende Entitäten betreffen die Bestimmtheit des Möglichen im Wissen, nicht unabhängig ewige physische Gegenstände.
Feststehen ist nicht mit sinnlichem Existieren gleichzusetzen, sondern bezeichnet Bestimmung im Hinblick auf Möglichkeit.
Nichtsein kann absolute Verneinung oder bloß fehlende Erscheinung bedeuten; der Geltungsbereich ist entscheidend.
Erneuerte Schöpfung beschreibt Wandel in theologischer Sprache; daraus folgt keine moderne physikalische Gleichung.
Der Atem verbindet die Bilder von Sprechen und Schöpfung; gemeint ist keine physiologische Atmung.
Die Wolke ist ein metaphysisches Bild, kein meteorologisches Objekt; die genaue Bedeutung folgt dem Kontext.
Barzakh trennt und verbindet zugleich; eschatologische und imaginale Kontexte sind auseinanderzuhalten.
Imagination meint hier nicht nur Täuschung, sondern auch Vermittlung zwischen Bedeutung und sinnlicher Gestalt.
Die imaginale Welt ist auch eine Kategorie späterer Auslegung; ihre Begriffsgeschichte muss berücksichtigt werden.
Göttliche Namen sind nach ihrem Gebrauch in Gebet, Deutung und Welterklärung zu lesen, nicht nur als Liste.
Buchstaben sind auch Deutungsbilder; zahlenbezogene Analogien beweisen keine naturwissenschaftlichen Gesetze.
Die erste Substanz ist nicht mit dem Atom der modernen Physik gleichzusetzen; der Begriff hat eine eigene Geschichte.
Der vollkommene Mensch ist mehr als ein moralisches Ideal; er hat eine vermittelnde metaphysische Funktion.
Die Muhammadanische Wirklichkeit ist ein Fachbegriff zur Prophetie und keine einfache historische Biografie.
Theologische Stellvertretung ist nicht ohne Weiteres dasselbe wie ein politisches Kalifat.
Das Herz bezeichnet Empfänglichkeit und Einsicht, nicht nur ein anatomisches Organ.
Gottesfreundschaft umfasst Nähe und spirituellen Rang; historische Personenbehauptungen benötigen eigene Belege.
Erkenntnis ist nicht bloß Informationssammlung; unterschiedliche Wege des Wissens sind zu unterscheiden.
Enthüllung kann Erfahrungsbericht sein, nicht automatisch unabhängig bestätigte Tatsache.
Geistiges Kosten bezeichnet Unmittelbarkeit, macht aber Quellenkritik nicht überflüssig.
Andeutung ist nicht stets eine direkte These; Textgattung und Leserkreis prägen die Aussage.
Adab betrifft situationsgerechtes Handeln und Pflichten, nicht bloß höfliche Umgangsformen.
Die Ordnung geistiger Stationen ist nicht überall gleich; Autor und Text sind zu nennen.
Ein Zustand wird oft einer Station gegenübergestellt; Dauer und Definition variieren.
Selbstentwerden beschreibt die Aufgabe von Ich-Ansprüchen, nicht den körperlichen Tod.
Fortbestehen wird oft zu Selbstentwerden gestellt, bedeutet aber keine biologische Unsterblichkeit.
Liebe erscheint in Dichtung, Frömmigkeit und Metaphysik; die Textform verändert ihren Sinn.
Der Pol gehört zu Lehren geistiger Hierarchie, nicht zu gesicherten Listen historischer Personen.
Abdāl kann veränderte Eigenschaften oder verschieden gezählte Gruppen bezeichnen; Berichte sind zu unterscheiden.
Die Einheit des Seins ist ein einflussreicher späterer Deutungsbegriff, nicht die Eigenüberschrift jedes Quellentexts.
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